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Twitter wird Hilfssheriff in Kenia

admin
#twitter

Von wegen Entwicklungsland. Kenia ist manchen europäischen Ländern beim Nutzen von Social Media, wie etwa Twitter, weit voraus.

Kenia hat die zweitmeisten Twitter-Nutzer in Afrika und erlebt einen Internet-Boom, obwohl die Meisten nicht einmal einen Internetanschluss haben. Dennoch hatte Francis Kariuki – Polizeichef im kleinen Dorf Lanet im kenianischen Hochland – eine Idee, die Schule machen könnte. Per Twitter und SMS setzt er das ganze Dorf in Alarmbereitschaft, wenn es mal wieder einen Diebstahl aufzuklären gibt oder wenn die Feuerwehr Hilfe beim Löschen benötigt. Zwar besitzt die Mehrzahl der Dorfbewohner in Lanet kein Smartphone, doch ist in nahezu jedem Haushalt ein Handy zu finden, so dass die versendeten Tweets als SMS empfangen werden können.

Gerade in den spärlich besiedelten Landgebieten ist diese Art der Verbrechens- und Feuerbekämpfung effektiv, da die Polizei oft erst spät am Ort des Geschehens sein kann. Zudem, so Kariuki, stärke es die Dorfgemeinschaft.

Kariuki kann mit seinen Tweets rund 2000 Dorfbewohner direkt erreichen, die die Nachrichten wiederum an weitere 26000 Bewohner weitergeben. Ein bisschen erinnert dies an die berüchtigte Telefonlawine von Justus Jonas und den Drei Fragezeichen.

Wer jetzt auch Interesse hat, Kariuki beim Verfolgen von Dieben und beim Löschen von Feuern zu helfen, kann ihm auf Twitter folgen.

via cnn, aljazeera

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