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Staaten fordern von Google mehr Datenschutz

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Datenschützer aus zehn Ländern haben sich an Google gewandt und ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht, wonach Google mit seinen Diensten wie Street View und Buzz keinen ausreichenden Datenschutz biete. In einem Brief fordern u.a. Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, mehr Sorgfalt im Umgang mit Daten, vor allem bei der Einführung neuer Dienste und Services.

Die Datenschützer spielen damit auf die Einführung von Google Buzz an. Nach zahlreichen Protesten über die Sicherheitseinstellungen, kam Google den Beschwerden der User nach und änderte diese.

Zwar sind sich die Datenschützer bewusst, dass Google nicht als einziges Unternehmen bei der Einführung neuer Services den Datenschutz vernachlässigt. Vom “Leader der Online-Welt” erwartet man jedoch eine gewisse Vorbildfunktion und so fordert man im Minimum:

  • collecting and processing only the minimum amount of personal information necessary to achieve the identified purpose of the product or service;

  • providing clear and unambiguous information about how personal information will be used to allow users to provide informed consent;

  • creating privacy-protective default settings;

  • ensuring that privacy control settings are prominent and easy to use;
  • ensuring that all personal data is adequately protected, and

  • giving people simple procedures for deleting their accounts and honouring their requests in a timely way.

Google selbst will den Brief nicht kommentieren. Stattdessen hat man am Dienstag wie geplant ein Tool veröffentlicht, welches von Regierungen an Google und YouTube gestellte Löschanfragen öffentlich macht. Die meisten Anfragen, 291, kommen aus Brasilien. Dahinter folgt Deutschland mit 188 Anfragen. Aus den USA kamen 123 Lösch-Anfragen.

Kritik an Google kommt nicht nur aus Europa, sie wird auch in den USA lauter. So liegt der Federal Trade Comission eine Anfrage vor, den Roll-out von Google Buzz hinsichtlich des Datenschutzes zu untersuchen. Und die Gruppe Consumer Watchdog fordert gar vom Justizministerium, ein Kartellverfahren gegen Google einzuleiten und über die Zerschlagung des Konzerns nachzudenken. “We, as an organization, have concluded that there’s enough evidence on the table to warrant this, to go beyond the reactive steps that the regulatory agencies have followed up until now,” so der Sprecher der Gruppe John Simpson gegenüber dem San Francisco Chronicle.

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