Magazin für digitale Arbeit & Kultur
Mobile

Microsoft erfindet sich neu

admin
#build #metro #microsoft #Windows 8

Nachdem Microsoft auf der BUILD weitere Details zum 2012
erwarteten Betriebssystem Windows
8
der Öffentlichkeit präsentierte, sind selbst eingefleischte
MS-Gegner und Apple-Fanboys wie John
Gruber
von der Metro GUI angenehm überrascht.

Windows Reimagined

…ist die häufige Formulierung, die sich auf das neue Konzept
der GUI bezieht. Metro kommt mit einem völlig neu gestalteten
Startbildschirm daher.

Die User Experience erinnert dabei stark an Windows Phone 7 und
die Xbox. Auch die bereits von Vista bekannten Widgets oder auch
Gadgets laufen als “Tiles” (Kacheln) und bieten interaktive
Bedienelemente statt statische Icons, die bei  Bedarf gezoomt
werden können. Im Gegensatz zu Vista und Windows 7 ist die neue
Interpretation des Interfaces als fortschrittlich zu bezeichnen.
Neben der Unterstützung von HTML5-Elementen wird die von Microsoft
entwicklete XML-basierte Beschreibungssprache XAML eingesetzt.
Developer können darüberhinaus bei der App-Entwicklung auch native
Sprachen wie C oder C++ einsetzen. 

Auch die Verwendung von Systemressourcen wurde optimiert. Um das
System nicht mit parallel laufenden Apps zu überlasten, werden
diese im Hintergrund automatisch geschlossen. Die Cloud übernimmt
dann den Sync zwischen Geräten und Systemen, damit der Nutzer bei
einem erneuten Aufruf der App bei dem Prozess landet, wo er sich
ursprünglich befand. Zudem garantiert Microsoft, dass alte
Windows-Anwendungen auch auf Windows 8 laufen. Der klassische
Desktop von Windows 7 wird dafür wie eine App gestartet.

Ein Paradigmenwechseln wird nicht nur durch Microsofts Betonung
der großen Zukunft Touch-basierter Devices deutlich sonder auch
durch die Vorgaben, die MS versucht den Developern mit auf den Weg
zu geben. Intuitive, klar strukturierte Apps mit wenigen
Menüpunkten sollen es sein, die exzellent die Erledigung weniger
Aufgaben ausführen und keine Megaprogramme mit unzähligen mehr oder
weniger mittelmäßigen Funktionen. Zudem wird das Zusammenspiel von
Apps fokussiert. Entwickler können mittels Funktionen wie Share,
Search und Picker bestimmen, ob und welche Inhalte ihrer Apps von
anderen Anwendungen in der Windowsumgebung genutzt und
weiterverarbeitet werden können. Dies erleichtert bspw. das Sharen
über mehrere Plattformen hinweg ohne das die aktuell verwendete App
verlassen werden muss.

Windows Produktmanager Steven Sinofsky äußert zudem in einem
Blogeintrag den zukünftige Abschied von
Plug-In basiertem Browsern. Damit würde nicht nur der Akku geschont
und die User Experience verbessert, sondern dies hat besonders
Sicherheitsrelevante Aspekte. Damit verabschiedet sich Windows in
Zukunft ebenso von Flash wie Apple. Sinofsky sagt zum neuen Metro
Style IE folgendes:

One of the first things a lot of folks will try after installing
the developer preview of Windows 8 will be the IE10 browser—the
most used tool in Windows. IE 10 in the preview is Platform Preview
3 of IE 10.  You can read on the IE blog about the
HTML 5 engine work we’re doing. This post is about a big change in
Metro style IE, which is the plug-in free experience. In Windows 8,
IE 10 is available as a Metro style app and as a desktop app. The
desktop app continues to fully support all plug-ins and extensions.
The HTML5 and script engines are identical and you can easily
switch between the different frame windows if you’d like. Metro
style IE provides all the main navigation keyboard shortcuts and
mouse support you’ve come to expect—creating tabs, moving between
tabs, closing tabs, entering addresses, searching, and more. I’m
using this browser full–time, and given the amount of time I spend
in Windows Phone, the same experience and use of touch is
definitely a plus. But you can decide on what works best for you,
and not compromise. Dean Hachamovitch, who leads the IE team, wrote
this post.  

Ob Microsoft sich mit diesem System zu einem ernstzunehmenden
Apple-Rivalen erhebt, bleibt abzuwarten. Ebenfalls sind wir
gespannt, ob sich die versprochene Abwärts-Kompatibilität nicht
doch noch als Stolperstein herausstellt.

Über den Autor
Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>