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Hat das Galaxy Tab das Zeug zum iPad-Killer?

admin

Der frische und etwas gehypte Markt der Tablets neuer Generation
liegt fest in Apples Hand. Am iPad muss sich das Heer der kommenden
Android-Tablets erst messen. Heißester Kandidat: das Samsung Galaxy
Tab. In der kommenden Woche startet der Verkauf des Galaxy Tabs in
den Vereinigten Staaten, ganz im Bann des iPad stehen. Walter S.
Mossberg von All Things Digital erkennt in Samsungs Tablet den
“ersten echten Rivalen des iPad”.



Das Galaxy Tab hat einen großen äußerlichen Unterschied
aufzuweisen: Der Bildschirm ist wesentlich kleiner. Die knapp drei
Zoll mögen nicht so groß erscheinen, es sollte aber bedacht werden,
dass immer nur die Länge der Diagonale als Größeneinheit angegeben
wird. Die reale Fläche des Samsung-Displays ist in diesem Fall nur
halb so groß wie beim iPad, lehrt uns der Satz des Pythagoras. Auf
der anderen Seite ist das Gerät damit aber viel leichter, kleiner
und wesentlich “mobiler” einsetzbar als Apples Tablet.

Das Galaxy Tab bietet drei Features,
die Mossberg beim iPad schmerzlich vermisst: zwei Kameras fürs
Fotografieren und zum Videochat, Flash-Support und echtes
Multitasking. Dennoch würde Mossberg das iPad vorziehen. Zum einen,
da für faktisch das gleiche Geld, die doppelte Bildschirmfläche
geboten wird und zum anderen, weil eine Vielzahl an iPad-Apps (etwa
40.000) nur einer Handvoll spezieller Apps für das Samsung Galaxy
Tab gegenüberstehen. 



Auch Gizmodo sieht das
Galaxy Tab als das erste Post-iPad-Tablet, das eine Rolle auf dem
Markt spielen könnte. In dem kleinen Display erkannt sogar Vorteile
gegenüber dem iPad. Während die wenigsten iPhone-Apps ohne
Anpassung auf dem iPad Sinn ergeben, würden viele Android Apps noch
gut aussehen auf dem 7-Zoll-Display. Das Display wusste die Tester
von Gizmodo zu überzeugen, das Lesen von E-Books sei sogar
angenehmer als auf dem iPad.



Die Kehrseite der Medaille: Der Unterschied zu einem herkömmlichen
Smartphone fällt ebenso nicht mehr so groß aus, das Browsen wie
auch Lesen von Magazinen gestaltet sich daher dementsprechend
unbequem. Recht vernichtend sagt Gizmodo daher über das Galaxy Tab,
dass es die schlechten Seiten eines Smartphones mit den schlechten
eines Tablets zusammenbringen würde. 



Die New York Times unterstreicht ebenso die
Vorteile der Mobilität aufgrund des kleineren Screens. Das Gerät
sei immerhin klein genug, um eine Sakko-Tasche zu passen. E-Books
ließen sich dennoch gut lesen, da es in Größe vergleichbar mit dem
Kindle sei. Als ärgerlich wurde jedoch die Tatsache empfunden, dass
das Gerät scheinbar immer nur die mobilen Varianten einer Webseite
abspielt, wie zum Beispiel von Amazon. Im Gegensatz zu Gizmodo, hat
die New York Times nicht den Eindruck, dass das Groß der
Android-Apps ordentlich laufen, würde auf dem Galaxy Tab. Dennoch
sei das Gerät eine Alternative zum iPad, so die New York Times.
Lediglich der hohe Kaufpreis sei eine
Schande.   

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