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Facebook-User mobilisieren sich gegen rechte Wählergruppe

admin
#facebook

Mal wieder beweist sich die Macht sozialer Netzwerke. Nachdem die rechte Wählergruppe “Pro Köln” Postkarten an Haushalte verteilt hat, um Bürger zur Teilnahme an einer Petition gegen die Aufnahme der Türkei in die EU zu bewegen, mobilisiert sich auf Facebook eine kreative Protestaktion. Da “Pro Köln” die Portogebühren übernimmt, hat der Initiator der Protestaktion, Andreas Niemann, ein klares Ziel formuliert:

Vielleicht kann man ja in ein paar Wochen in der Zeitung lesen: Pro Köln pleite wegen unüberlegter Postkarten-Aktion.

Niemann fordert andere User auf, die Postkarten mit einem netten Spruch zu versehen und ohne Unterschrift und unfrankiert an Pro Köln zurückzusenden. Dadurch zählt die Einsendung nicht als Stimme, wohl muss Pro Köln aber die Portogebühren für den Versand tragen.

Gegenüber DER WESTEN bestätigte ein Sprecher der Post, das Pro Köln zu der Zahlung des Posttransportes verpflichtet ist, da der Empfänger mit dem Satz “…falls Marke zur Hand” eine “Vorausverfügung” eingegangen ist.

Die News wurde bereits über 5.000 Mal geteilt. Unter diesen “Shares” werden wohl einige Kölner gewesen sein. Ob Niemans Ziel damit erreicht werden kann, bleibt abzuwarten. Es ist allerdings anzunehmen, das sich Pro Köln in Zukunft nicht mehr zu solchen Postkarten-Aktionen hinreißen lässt.

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