Schau mir nicht aufs iPhone 5! Sichtschutz-Folie im Test

Schau mir nicht aufs iPhone 5! Sichtschutz-Folie im Test

Danoglidis

Was guckst Du? Als Berufspendler sitze ich täglich rund zwei Stunden im Zug oder in Bussen. Eigentlich eine hervorragende Möglichkeit, um Social-Media-Kontakte zu pflegen, Tweets zu checken, die neuesten News zu lesen oder einen neuen Weltrekord in Temple Run aufzustellen – eigentlich! Wären da nicht die gelangweilten, neugierigen oder penetranten Mitreisenden, die einem ständig auf das Display starren, weil sonst nichts Spannendes passiert.

Als neulich ein junger Mann neben mir meinen Whatsapp-Chat mit einem zustimmenden Lachen kommentiert hatte, war es soweit: Eine Screen-Guard-Folie muss her. Die Folie namens Screen Guard „The Greatest Guard for LCD Screen“, war schnell bestellt und mit günstigen 4,99 Euro nicht teuer und deshalb einen Versuch Wert.

 

Das Anbringen ist idiotensicher

Das Display einfach mit dem beigefügten Microfasertuch gründlich reinigen, Folie abziehen und von oben nach unten draufkleben. Anschließend mit dem beigefügten Schaber die Luftblasen rausdrücken – fertig! Wer es beim ersten Mal nicht schafft, kann die Prozedur wiederholen, weil die Folie keinen Klebstoff hat, sondern per Adhäsion von selbst haftet. Die Folie lässt sich sogar waschen.

Look and Feel

Ja, man erkennt schon bei ausgeschaltetem Display, dass eine Folie drauf ist, weil die Oberfläche matt aussieht und sich auch so anfühlt. Das stört allerdings nicht, das Gerät wirkt dadurch nicht weniger edel. Lediglich die Aussparungen an der Kamera sowie am Home Button bilden einen kleinen Rand. Laut Verpackung schützt die Folie das Display vor Kratzern – ach echt!

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Es werde Licht!

Beim Einschalten bemerkt man sofort die Folie auf dem Display und es wirkt dadurch dunkler und weist feine Linien in einem vertikalen Längsgitter auf. Für jeden, der großen Wert auf ein scharfes Display legt, wäre jetzt Schicht im Schacht. Was tun? Die Helligkeit hochschrauben wäre eine Möglichkeit, aber das ginge auf Kosten des Akkus und schärfer wäre das Display dadurch auch nicht. Ich lasse die Einstellung vorerst wie sie ist, damit ich einen direkten vorher-nachher-Vergleich anstellen kann.

Zu den angepriesenen „Features“ der Folie zählt unter anderem, dass das Display weniger spiegelt. Dazu muss man sagen, dass das Display des iPhones an sich nicht durch extreme Reflektionen auffällt, aber es ist wahr, es spiegelt fast gar nicht mehr. Dennoch ist es ein Feature auf das wir gerne verzichtet hätten, denn eigentlich geht es uns nur um den Sichtschutz.

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Touch me now

Wie bereits erwähnt, versuche ich tagtäglich den Temple Rum-Rekord zu brechen, deshalb ist es mir besonders wichtig, dass die Sensibilität des Touch-Screens so wenig wie möglich eingeschränkt wird. Angeblich soll die Folie die „Handwriting Recognition“ sogar verbessern - so steht es zumindest auf der Verpackung. Ungläubig starte ich Temple Run 2. Auch nach mehreren Spielrunden und einer geschriebenen SMS stelle ich keine wesentliche Beeinträchtigung der Touch-Sensibilität fest – allerdings auch keine Verbesserung.

Die oben angesprochene matte Oberfläche fühlt sich bei Wischbewegungen mit dem Finger sogar ganz angenehm an. Kennt ihr das Gefühl mit einem leicht verschwitzten Finger auf einer Glasfolie zu wischen? Dieses Gefühl, dass die Bewegung gebremst wird? Das passiert mit dieser Folie nicht – es ist aber Geschmacksache, ob man das mag.

 

Was guckst Du?

Ab einem seitlichen Winkel von 45 Grad ist das Display komplett schwarz und vor neugierigen Blicken geschützt. Allerdings können Personen, die hinter oder vor einem einem stehen immer noch Farben und Formen auf dem Display erkennen. Folgende Bilder zeigen den Screen-Guard-Effekt:

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Insgesamt bin ich mit meiner neuen Was-guckst-Du-Folie zufrieden, weil sie ihren Zweck erfüllt. Allerdings könnte es sein, dass mich die Beeinträchtigung der Display-Schärfe auf die Dauer so sehr nerven wird, dass ich sie wieder von meinem iPhone verbanne, oder nur bei Bedarf anbringen werde.

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