iOS Essentials: Apple Mail vs. GMail

Hört man Apple und Google, denkt man nicht an die große Freundschaft. Schließlich gibt es keine größeren Konkurrenten als die beiden Systeme iOS und Android, deren Zugehörigkeit schon einer Konfession gleicht. Nur die wenigsten Nutzer besitzen Geräte aus beiden Schmieden, denn hat man sich einmal an Apple gewöhnt, muss es auch Apple sein und vice versa.

Google ist nicht nur Google Maps

Auch wenn Apple seine Vorzüge hat, kann so manch eine App nicht mit einer vergleichbaren der Konkurrenz mithalten - um mal wieder das Karten-Fiasko zu erwähnen. Mittlerweile sollte aber auch am anderen Ende der Welt bekannt sein, dass Googles Karten besser sind als die iOS 6 Maps.

Google besteht aber nicht nur aus Google Maps, sondern auch aus anderen brauchbaren Anwendungen, die allesamt als höchst performant gelten. Da in den USA der Löwenanteil der Smartphone-Nutzer mit iOS werkelt, kann es sich Google auch nicht leisten, schlechte Anwendungen zu liefern. Überzeugen kann man schließlich auch auf der fremden Plattform. Das weiß Google und hat deshalb, so komisch es klingen mag, eigene iOS-Entwickler beschäftigt.

Mail vs. GMail

Die GMail App ist neben YouTube und Google Maps eine weitere beliebte Anwendung aus dem Hause Google und stellt eine Alternative für die iOS Mail App dar. Wer GMail bereits aktiv am Desktop nutzt, findet sich damit sicher besser zurecht alles mit Apples mobilem Mail-Client, da das Design und User Interface einheitlich gehalten wurden.

Darüber hinaus kommen auch Power User auf ihre Kosten: Bis zu fünf Google-Konten können parallel genutzt und verwaltet werden. Hat man beispielsweise ein Arbeitskonto auf GMail-Basis, kann man Privates und Berufliches in einer App trennen. Mit dem integrierten Kalender können Einladungen, etwa zum Geschäftsessen, direkt auf dem iPhone abgelehnt oder angenommen werden.

Ein nettes Feature ist übrigens das Mini-Zeichenprogramm. Klickt man beim Versenden einer Mail auf die Büroklammer, hat man die Auswahl zwischen dem Anhängen eines Fotos oder eines selbstgemalten Scribbles.

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GMail: Schlankes UI, schlichtes Design

Apples integriertes Mail-Programm steht aber noch lange nicht als Verlierer da. Schon allein, weil es auch mit anderen Providern zusammenarbeitet und diese unter einem Dach in einem gemeinsamen oder separaten Posteingang zusammen führen kann. Hat man also ein Yahoo-Konto und eines bei Microsoft, bringt einem die GMail App nichts, so schön sie auch sein mag.

Der VIP-Posteingang ist zudem ein nettes Feature, das genutzt werden kann, um E-Mails seiner VIPS in einem gesonderten Posteingang zu verstauen.

Ein klarer Vorteil der Stock Mail App ist außerdem die bessere OS-Integration. Da wäre zum Beispiel das unkomplizierte Teilen von Bildern über den Share Button (natürlich kann diese Funktion auch dann genutzt werden, wenn man hauptsächlich die GMail App nutzt) und die Signaleinstellungen. Während man den Benachrichtigungston bei GMail nur ein- und ausschalten kann, wählt man bei iOS zwischen diversen Tönen, Vibrationseinstellungen und weiteren Signaltönen für das Versenden sowie Empfangen von E-Mails.

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iOS Mail - bessere Integration.

Und wer gewinnt?

Ein klarer Gewinner kann sich am Ende dennoch nicht herauskristallisieren. Schließlich geht es beim User Interface sowie Design um persönliche Präferenzen. Unser Tipp: User, die ausschließlich GMail nutzen, sollten die dazugehörige native App unbedingt mal testen. Damit Ihr nicht durch zu viele Signaltöne überfordert werdet, solltet ihr dann die Benachrichtigungen der Stock App über “Einstellungen > Mitteilungen” deaktivieren.    

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