Apple will auch Galaxy Tab 10.1N stoppen

Lukasz Konieczny

Zwischen Apple und Samsung geht es derzeit heiß her vor Gericht. Nachdem Apple den iPad-Konkurrenten Galaxy Tab 10.1 vor Gericht in Deutschland gestoppt hat, konterten die Koreaner mit einer Neuauflage des Tablets, dem Galaxy Tab 10.1N. Doch auch dieses Gerät will Apple nun stoppen.

Das Landgericht Mannheim hatte eine einstweilige Verfügung gegen das Galaxy Tab 10.1 angeordnet, da dieses sich beim Design zu stark am iPad orientiert haben soll. Sowohl das Galaxy Tab 10.1, als auch 8.9 und 7.7 dürfen seither nicht mehr direkt von Samsung in Deutschland vertrieben werden. Der Fall löste Diskussionen darüber aus, ob Apple nicht auf diese Weise vor Gericht versuchen würde, einen unliebsamen Konkurrenten aus dem Markt  zu räumen. Immerhin konnte das Tablet von Samsung bei einem Test der Stiftung Warentest das iPad 2 hinter sich lassen. 

Mit dem Galaxy Tab 10.1N, das bei faktisch gleichen technischen Spezifikationen leichte Veränderungen am Design erfahren hat, versuchte Samsung das richterliche Verkaufsverbot für Deutschland zu umgehen. Apple will jedoch auch diesen Ableger des Tablets vor Gericht stoppen, da die Veränderungen am Design des Galaxy Tab 10.1N nicht weitreichend genug seien, wie FOSS Patents berichtet. Eine Anhörung hierzu wird es am 22. Dezember vor dem Landgericht Düsseldorf geben.  

Optisch gibt es tatsächlich wenige Unterschiede zum Original-Modell. Möglicherweise wollte Samsung mit der Neuauflage des Tablets nur austesten, wie weit das Gericht und Apple gehen würden. Bis zum Weihnachtsgeschäft bleibt allerdings genug Zeit, um das Gerät schon einmal zu bestellen.   

In Australien musste Apple bereits eine Schlappe hinnehmen. Ein Gericht kippte dort wieder ein vorläufiges Verkaufsverbot des Samsung Galaxy Tab 10.1, wie Bloomberg berichtet. 

Vorher: 

Samsung Galaxy Tab 10.1

Nachher: 

Samsung Galaxy Tab 10.1N

Kommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Zum Seitenanfang