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Xing legt weiter zu

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#xing 2011

Das deutsche Business Netzwerk Xing hat aktuell die Geschäftszahlen aus dem ersten Halbjahr 2011 vorgelegt und kann zufrieden auf weiteres Wachstum blicken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um ein Viertel auf knapp 32 Millionen Euro, den Gewinn konnte man mit rund fünf Millionen Euro nahezu verdoppeln. Ein Trend, den man unter anderem neuen Erlösquellen und steigenden Mitgliederzahlen zuschreibt, wie Xing CEO Dr. Stefan Groß-Selbeck in einer Pressemitteilung erklärt:

Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 zeigt, dass sich unsere Strategie der Erschließung neuer Erlösquellen auszahlt. Sie machen mittlerweile rund ein Drittel unserer Umsätze aus. Im Bereich Social Recruiting konnten wir unsere Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen und haben hier mehr als 800 neue Kunden hinzugewonnen. Auch die Zahl der Mitglieder haben wir weiter gesteigert.

Das Segment E-Recruiting zeigt mit einem Wachstum von rund 85 Prozent wohl den größten Sprung nach vorn: Hier erwirtschaftete die Xing AG im ersten Halbjahr insgesamt 5,5 Millionen Euro. Der Halbjahresumsatz im Bereich Advertising legte ebenfall mit kanpp 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu und brachte rund 2,5 Millionen Euro ein. Das Event-Netzwerk Amiando, welches sich seit Anfang 2011 im Besitz der Xing AG befindet, trug zum Gesamtumsatz rund 1,1 Millionen Euro bei.

Das Kerngeschäft sind und bleiben bei Xing allerdings die User. Ende Juni diesen Jahrers zählte das Business Netzwerk derer rund 11,1 Millionen – fast fünf Millionen davon kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alles in allem kamen in der ersten Hälfte 2011 weltweit 640.000 neue Mitglieder dazu, allein 412.000 aus dem deutschsprachigen Raum. Allerdings steht die Zahl der beitragszahlenden Mitglieder in einem eher geringen Verhältnis zu den kostenlosen Accounts: Diese wuchs dennoch im letzten Halbjahr von 745.000 auf 769.000 zahlenden Nutzern.

Im Gegensatz zum Holtzbrinck Verlag, der die Suche nach einem potentiellen Käufer für die VZ Netzwerke inzwischen aufgegeben hat, belegen Angebote wie Soundcloud und eben auch die Xing AG mit ihren aktuellen Zahlen, dass Netzwerke “made in Germany” nach wie vor ein lukrativer Geschäftszweig sein können. Während StudiVZ unter dem internationalen Druck von Facebook mehr und mehr einzubrechen droht, scheint die Xing AG die steigenden Mitgliederzahlen des internationalen Business Netzwerkes LinkedIn vorerst nicht fürchten zu müssen. Damit dem auch so bleibt, investierte das Netzwerk zuletzt in ein Redesign.

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