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Xing ab Juni in neuem Gewand

admin
#xing

Bei Xing registrierte Mitglieder werden es vermutlich bei einem ihrer letzten Logins mitbekommen haben: Das Business-Netzwerk arbeitet gerade eifrig an einem Redesign seiner Plattform. Das neue Xing soll Anfang Juni an den Start gehen und beinhaltet einige wesentliche Veränderungen im User Interface. Auffälligstes Mermal ist dabei vermutlich das Release der Xing-Leiste, die auf allen Seiten im Netzwerk die Social Features verfügbar macht. Der PR Blogger Klaus Eck hat sich das neue Gewand des Business Netzwerkes bereits ein wenig genauer ansehen können und urteilt:

Trotz der guten Entwicklung der Geschäftszahlen bestand für XING viel Handlungsbedarf, damit es nicht hinter Facebook zurückbleibt. Die Informationsarchitektur des neuen XING ist komplett überarbeitet worden und wirkt luftig und leichter, erinnert damit stark an Facebook, bleibt aber dennoch verhältnismäßig konservativ und nimmt damit sicherlich viele Nutzer mit, die sich von der (verrückten) Facebookwelt überfordert fühlen.

So komme das neue Xing wesentlich aufgeräumter daher: Die Hauptnavigation ist an oberster Stelle untergebracht, mittels derer sich die User durch Gruppen, Events, Stellenangebote oder Unternehmen klicken können. Die Xing Leiste bleibt permanent auf allen Seiten am linken Rand sichtbar. Hier haben die Mitglieder einen ständigen Blick auf ihre Mails, Termine, Kontaktanfragen oder Gruppenaktivitäten – Antworten auf jedwede Anfragen in der Xing Leiste erfolgen über eine Lightbox und machen den Wechsel auf eine neue Seite somit überflüssig. Auch die Profile der einzelnen User sollen sich fortan wesentlich übersichtlicher gestalten und vor allen Dingen die Kontaktinformationen in den Vordergrund rücken. Zuletzt wird durch eine Verschlankung des Codes die Performance der Seite gesteigert.

Das neue Xing - Die Struktur des Business Netzwerkes nach dem Redesign

Insgesamt gewinnt man den Eindruck, dass Xing die Timeline, mittels derer die Mitglieder Links, Statusupdates oder Aktivitäten mit den Kontakten teilen, in den Vordergrund rücken will. Vorbild scheint hier in erster Linie der große Konkurrent Facebook zu sein, dessen Timeline ebenfalls das Hauptcharakteristikum ist. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob das deutsche Netzwerk dem internationalen Konkurrenten tatsächlich nacheifern sollte – im Gegensatz zu Facebook wird Xing von vielen User bevorzugt, um als sich selbst aktualisierendes Adressbuch herzuhalten. Nicht selten ist das Business-Netzwerk daher eine ruhigere Alternative zu Facebook, da man nicht in dem selben Maße von irrelevanten Informationen überflutet wird.

Nichts desto trotz musste Xing sich visuell verändern. In jüngster Vergangenheit machte man bereits einige kleinere Änderungen an der Timeline und der Struktur, die insgesamt einen eher unaufgeräumten Eindruck beim Nutzer zurückgelassen haben. Wenigstens dieses Problem dürfte daher ab Anfang Juni nicht mehr bestehen: Aufgeräumter wir das Netzwerk durch das Redesign allemal. Bleibt zu hoffen, dass man sich nicht nur an Facebook orientiert, sondern auch den eigentlichen Konkurrenten LinkedIn nicht aus den Augen verloren hat. Denn das internationale Business Netzwerk gewinnt rapide an Usern und könnte eines Tages das für Xing das werden, was Facebook unlängst für StudiVZ, Wer Kennt Wen und andere deutsche Netzwerke geworden ist.

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