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Web-Piraten haben Six Strikes

admin
#Internetrecht

In den USA wird aller Voraussicht nach noch vor Jahresende ein neues Programm zur Bekämpfung von Internetpiraterie verabschiedet. Dabei steht jedoch nicht die Bestrafung von Datendieben im Vordergrund, sondern vielmehr die Aufklärung der Bevölkerung über Copyright-Gesetze.

Die großen Internetprovider (ISP), die US-Regierung und die Filmgesellschaften Hollywoods, die sich gegen Filmpiraterie zur Wehr zu setzen versuchen, haben in Kooperation miteinander einen sogenannten Six-Strikes-Plan entwickelt. Grundidee ist, dass User bei ersten Verstößen mit Warnungen per E-Mail und Pop-Ups auf die Copyright-Verletzungen hingewiesen werden sollen. Bei weiteren Verstößen folgen Maßnahmen, wie etwa die Reduzierung der Internetgeschwindigkeit.

Damit ist das Programm weniger streng, als es hätte sein können. Zwischen den verschiedenen Stufen liegt immer mindestens eine Gnadenfrist von sieben Tagen und gegen eine relativ geringe Gebühr können User, die sich zu Unrecht beschuldigt fühlen, Einspruch erheben.

Wer auf die Warnungen allerdings nicht reagiert, muss mit Strafen von bis zu 150.000 Dollar pro Verstoß gegen das Copyright-Gesetz rechnen.

Das Warnsystem in Frankreich ist dabei wesentlich strenger, da hier bereits nach dem dritten Verstoß das Internet gesperrt wird. Auch in England denkt man über die Einführung eines Systems nach französischem Vorbild nach.

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