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Web 2.0 Suicide Machine

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#web 2.0 suicide machine

Wer des Web 2.0-Lebens überdrüssig ist, der kann, auch das bringt die Sozialisation des Web mit sich, Selbstmord begehen. Web 2.0 Suicide Machine heißt die entsprechende Anwendung. Die Funktionsweise ist einfach aber nachhaltig. Lediglich Nutzernamen und Passwörter zu Facebook, Twitter und Co. in die Suizid-Maschine eintragen und – nur etwas für Hartgesottene – man kann zusehen, wie ein unnützer Freund nach dem anderen gelöscht wird. Zu guter Letzt werden auch noch Username und Passwort verändert, somit ist ein Login nicht mehr möglich.

Als unethisch betrachtet der Anbieter die Sterbehilfe nicht. So heißt es in den FAQ: “Everyone should have the right to disconnect. Seamless connectivity and rich social experience offered by web2.0 companies are the very antithesis of human freedom. Users are entraped in a high resolution panoptic prison without walls, accessible from anywhere in the world. We do have an healthy amount of paranoia to think that everyone should have the right to quit her 2.0-ified life by the help of automatized machines. Facebook and Co. are going to hold all your informations and pictures on their servers forever! We still hope that by removing your contact details and friend connections one-by-one, your data is being cached out from their backup servers. This can happen after days, weeks, months or even years. So merely deactivating the account is just not enough!”

Einmal in Gang gesetzt kann der Prozess nicht mehr gestoppt werden. Nach dem Web 2.0-Selbstmord berichten viele Social Suiciders von Orientierungslosigkeit und einem Gefühl der Leere. Nach 24 bis 72 Stunden soll das aber nachlassen. Letztendlich soll die Lebensqualität ohne Netzwerke um 25 Prozent steigen. Ein Werbefilm erklärt den Effekt:

web 2.0 suicide machine promotion from moddr_ on Vimeo.

Facebook dagegen ist nicht sonderlich amused, dass man sich über solch einen Weg so einfach aus dem Netzwerk verabschieden kann. Kurzerhand hat man die Suicide Machine geblockt. “After more than 50,000 friends being unfriended and more than 500 forever “signed-out” users, Facebook started to block our suicide machine from their servers without any comment! We are currently looking in ways to circumvent this ungrounded restriction imposed on our service!”, heißt es auf der Website des Anbieters.

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