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SEO ist Verschwendung von Ressourcen

admin
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Bei all den Diskussionen darüber, inwieweit Googles neue Echtzeitsuche Instant SEO beeinflusst und unter Umständen sogar obsolet machen könnte, wird eine Frage vollends vernachlässigt – vermutlich deswegen, weil niemand sich die Mühe macht, den entsprechenden Suchphrasen ein hohes Suchmaschinen-Ranking zu verschaffen: Brauchen wir SEO überhaupt, um erfolgreiche Webseiten zu konzipieren? Eine Frage, die man im WebDesignerDepot gerade ausführlichst beleuchtet.

Zunächst sei erklärt, dass es zwei verschiedene SEO-Taktiken gibt: Black Hat SEO und White Hat SEO. Ersteres bedient sich auch der schmutzigen Tricks, sucht Schwachstellen im Suchalgorithmus und unternimmt alles, um eine Webseite bei bestimmten Keywords hoch zu platzieren. White Hat SEO ist nicht unbedingt besser, bedient sich aber Maßnahmen, die im akzeptablen Rahmen, d.h. innerhalb der Google Terms of Service, bleiben. Beide Methoden betrifft allerdings der berechtigte Zweifel: Was nützt ein hohes Ranking, wenn der Besucher, der von einer Suchmaschine kommt, direkt die “Zurück”-Taste drückt? Schließlich hat man Usern bis auf den entsprechenden SEO-Erfolg erst einmal nichts zu bieten. Was soll man also stattdessen tun?

A remarkable amount “Pro SEO Strategies for better rankings” actually coincide with what a good web developer would tell you to do in order to have a good website. Using proper heading tags, creating simple and well structured links to navigate through your site, ensuring that relevant content is well presented and has related content easily available, creating content on your site which other people will want to link to and talk about.

Suchmaschinen funktinieren in der Regel nach einer Logik, die weitaus zugänglicher ist, als die simpelsten Gedankengänge mancher SEO-Spezialisten: Webseiten werden höher gerankt, je besser und relevanter sie sind. Es lohnt sich also, sein Geld und seine Mühen eher in einen sauberen Code und guten Content zu investieren, anstatt in teure SEO-Maßnahmen. “In a nutshell, you can try and win a race with a 1992 Honda Civic that you’ve tuned up and fuel injected and loaded full of Nitrous Oxide… or you can spend the same amount of money on buying a Mercedes.”

Dabei handelt es sich nicht nur um ein logisch erscheinendes Gedankenexperiment, sondern um ein Konzept, das sich in der Praxis bereits bewähren konnte. Als Beispiel führt WDD-Autor und Mitglied des WordPress UI Teams John O’Nolan den Erfolg von WooThemes an, das ohne großartige Investitionen in Suchmaschinenoptimierung innerhalb kürzester Zeit jährliche Umsätze von zwei Million Dollar erzielte. Co-Founder Adii Pienaar erläutert in einem kurzen Interview, wie dies möglich gewesen ist und – keine Überraschung – untermauert dadurch die vorangestellten Thesen.

Letztendlich gilt es selbstverständlich nicht, SEO komplett zu verdammen und entsprechende Berater mit Mistgabeln und Fackeln aus der Stadt zu jagen. Vielmehr gilt es die Suchmaschinenoptimierung als eine strategische Maßnahme zu verstehen, die an die letzte Stelle treten sollte und nicht von Anfang an einzukalkulieren ist. Erst ist Manpower und Budget auf die Qualität des Produktes zu verwenden – alles übrige kommt später.

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