Magazin für digitale Arbeit & Kultur
Design

Search plus Your World ein Fail?

admin
#google Search plus Your World

Es ist nun ein paar Tage her, das Google offiziell bekannt gab, mit Search, plus Your World würde die Suchmaschine auf ein neues Level gehoben. Google erklärt diesen Schritt so:

Search is pretty amazing at finding that one needle in a haystack of billions of webpages, images, videos, news and much more. But clearly, that isn’t enough. You should also be able to find your own stuff on the web, the people you know and things they’ve shared with you, as well as the people you don’t know but might want to… all from one search box.

Wer davon noch nichts gehört hat: Das ist das offizielle Produkt-Video der neuen Search, plus Your World:

Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten: Von Twitters Anwalt Alexander Macgillivray wurde dieser Launch sogar als Bad day for the Internet, bezeichnet. Auch ein offizieller Kommentar von Twitter folgte direkt:

For years, people have relied on Google to deliver the most relevant results anytime they wanted to find something on the Internet.

Often, they want to know more about world events and breaking news. Twitter has emerged as a vital source of this real-time information, with more than 100 million users sending 250 million Tweets every day on virtually every topic. As we’ve seen time and time again, news breaks first on Twitter; as a result, Twitter accounts and Tweets are often the most relevant results.

We’re concerned that as a result of Google’s changes, finding this information will be much harder for everyone. We think that’s bad for people, publishers, news organizations and Twitter users.

Die Soziale Suche, die vorest nur in den USA umgesetzt wurde, integriert nun auch soziale Inhalte, allerdings ausschließlich aus dem eigenen sozialen Netzwerk Google+ und aus Picasa. Diese Integration wird äußerst kontrovers diskutiert. In einem Statement auf AllThingsD begründet Google die Integration so:

We want to help you find the most relevant information from your friends and social connections, no matter what site it’s on. However, Google does not have access to fully crawl the content on some sites, so it’s not possible for us to surface all that information. Ushering in the new era of social and private data search will take close cooperation, and we hope other sites participate so we can provide the best possible experience for our users.

Nicht nur für Nutzer liegt es nahe, dass Google sich damit selbst favorisiert. Deshlab klingt der obige Erklärungsversuch doch etwas lahm. So wurde bereits mehrfach formuliert: “Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg”. Nicht nur Nutzer sind von Googles Vorgehen irritiert. Gizmodo titelt “Google just made Bing the best search engine“. Danny Sullivan hat auf SearchEngineland einige Beispiele zusammengestellt, in denen deutlich hervorgeht: Die Google Plus Promotion geht vor Relevanz! Das ist eine ziemlich vernichtende Aussage. Auch andere Stimmen prognostizieren, dass sich Google damit auf relativ dünnes Eis begibt. Ist es doch das erste Mal, das Google etwas einführt, das offensichtlich nicht die UX des Nutzers verbessern soll. BusinessInsider titelt noch härter “Google May Have Made The Worst Mistake In Its History This Week“. Wir werden wohl in wenigen Monate sehen, ob tatsächlich die Suchanfragen über Google.com abnehmen und mehr Menschen auf Bing oder alternative Suchmaschinen zurückgreifen. Hierzulande ist das Feature zum Glück noch nicht am Start. Oder soll man nicht von Glück reden? Was sagt Ihr zu Googles Strategiewechsel? Top oder Flop?

Über den Autor
Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>