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Design

"HTML5 rockt" – der Responsive Design Day auf der webinale 2012

admin
#Responsive Design Day

Peter Rozek hat am letzten Tag der webinale 2012 den Responsive Design Day eröffnet. Mit der Session “Responsive Webdesign: Navigationkonzepte für Mobile Devices” schaffte er einen hervorragenden Einstieg, indem er Navigationskonzepte für Mobile- und Portable-Geräte genauer unter die Lupe nahm. Die zentrale Frage: Wie können Desktop-Navigationen auf mobile Interfaces übertragen werden, um emotional mitreißende UIs zu schaffen, die Spaß machen?

Nachfolgend findet Ihr ein Soundbite mit Peter Rozek zum Thema Responsive Design für mobile Geräte aller Art.

Der Begriff Responsive Design bezeichnet die Gestaltung des visuellen Verhaltens für Websites. Insbesondere durch den Boom der Tablets, die das herkömmliche Netbook immer weiter in den Schatten stellen, ist eine optimierte Visualisierung für mobile Geräte unabdingbar. Das Drei-Linien-Design der Facebook-App stellt ein gutes Vorbild dar. Selbst Präsident Obama hat sich das Facebook-Design auf seiner Website zur Wahlkampagne zu Nutze gemacht.

Navigation - links, NewsFeed - Mitte, Summary und Ad's - rechts
Navigation – links, NewsFeed – Mitte, Summary und Ad’s – rechts
Joy of Use

Rozek stellte in seiner Session das ästhetisch emotionale Erlebnis als essentiell für das User Interface bei Tablets dar. Bei der Bedienung sowie beim Surfen mit einem mobilen Gerät muss eine Balance zwischen Erkennbarkeit und Funktionen herrschen. Ein konsistentes Design und einheitliche Navigationsmechanismen über verschiedene Devices hinweg sorgen für Wiedererkennung und Ordnung – und sind Grundvoraussetzungen für den so wichtigen “Joy of Use”. Entwickler können sich dazu gute Beispiel-Seiten für Responsive Design anschauen – etwa css-tricks.com.

Betrachtet man mobile Geräte, bietet derzeit Apples iOS die beste Responsive-Design-Unterstützung. Windows Phone hingegen ist noch gar nicht dafür geeignet.

Chrsitian Kuhn, der zweite Speaker des Responsive Design Days, setzte den Special Day mit der Session “Touch me – Shake me – Use me to be Happy!” fort. Er zeigte die aktuellen Trends im Tablet-Bereich und ging in einer medienreichen Präsentation auf die “DOs and DON’ts” der Website-Gestaltung ein. Kuhn erläuterte auch die Marketing-Aspekte einer guten User Experience, indem er Websites von Online-Händlern vorstellte, die nicht Tablet-optimiert sind. Man denke einmal daran, wie viel Umsatz den Anbietern entgeht, wenn beispielsweise iPad-Nutzer nicht in der Lage sind, Artikel auf nicht optimierten Website in den Warenkorb zu legen. In seiner zweiten Session am späten Nachmittag – User Experience Design für Tablet-optimierte Websites -, ging er weiter auf diese Problematik ein.

Mit dem Thema “Hybrid Design” erstaunte Julian Koschwitz die Zuschauer der webinale mit einem historischen Blick auf Visualisierungen und Design. Schon vor einem Jahrhundert hatten die Menschen die Vorstellung, über ihre Spiegel kommunizieren zu können. Heute ist das tatsächlich möglich geworden, etwa durch Video-Telefonie mit Skype oder Facetime. Damals war es eine Vision, die nicht nur positive Gefühle hervorrief. Die Angst vor dem Verlust der Privatsphäre und Voyeurismus kam auf. Im konkreten Beispiel zeigte Julian Koschwitz eine historische Zeichnung, die darstellte, wie lüsterne Männer eine leicht bekleidete Frau über ihren Schlafzimmerspiegel – sozusagen per Live-Konferenz – beobachteten.

Hybrid Design mit Julian Koschwitz auf der webinale in Berlin
Hybrid Design mit Julian Koschwitz auf der webinale in Berlin

Annika Brinkmann ging anschließend auf die technische Umsetzung einer Responsive-Design-Website ein. Sie zeigte Tools und Webkits für Entwickler, die mobile Seiten für Smartphones und Tablets bauen möchten. Dabei erläuterte sie auch die Icon-Erstellung unter der iOS-Umgebung.

HTML rockt!

Die abschließende Session “Designing Mobile Web App with HTML5″ von Johannes Ippen und Florian Franke rockte zu später Stunde richtig die Bühne. “HTML5 rocks”, verkündeten die Speaker und bewiesen die These mit netten Anekdoten und Ratgebern zu dem neuen Webstandard. Aber warum ist HTML5 so cool? Johannes und Florian beantworteten diese Frage schnell: Eine App soll ein Erlebnis schaffen, und das geht am besten mit Web-Apps auf HTML5-Basis. Diese benötigen zum Beispiel keinen App Store und sind deshalb unabhängig. Die Financial Times sei deshalb auch vor einiger Zeit auf die Web-App-Alternative umgestiegen und kann seither ihre Inhalte frei gestalten. Zudem müssen keine Gewinnanteile an App-Store-Anbieter wie Apple abgeführt werden.

Die HTML5-Features werden vorgestellt von Johannes Ippen und Florian Franke
Die HTML5-Features werden vorgestellt von Johannes Ippen und Florian Franke

Das Fazit des Tages lässt sich in nur zwei Worten zusammenfassen: HTML5 rockt! Denn es eröffnet neue Möglichkeiten der Einfachheit und freien Gestaltung. Ein Zeitgeist der Moderne, mit dem die mobile Revolution seine Blüte erreichen könnte.

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