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Mozillas Pläne für Open Web Apps

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#open web apps

Applikationen sind der Schlüssel dazu, doch noch mit dem Internet Geld verdienen zu können – sowohl für die Verlage als Content-Lieferanten, als auch für Developer. Inzwischen finden Apps zudem ihren Weg ins Web: Google wollte diesen mit dem Chrome Web Store ebnen. Doch nun stellt auch Mozilla den Prototypen einer Infrastruktur für Web Apps vor, mittels derer Entwickler ihre Applikationen unabhängig veröffentlichen und monetarisieren können: Die Open Web Apps. Im Mozilla Blog erklärt man:

We designed and built a prototype of a system for open Web apps: Apps built using HTML/CSS/JavaScript that work both on computers and mobile phones, have many of the characteristics that users find compelling about native apps and provide developers with open and flexible distribution options.

Der Prototyp umfasst eine technische Dokumentation sowie eine Vorschau für Entwickler. Diese demonstriert die Installation, den Start und das Verwalten von Web Apps in allen aktuellen Desktop und Mobile Browsern: Firefox3.6 und Mobile, IE 8, Chrome 6, Safari 5, Opera 10 und WebKit Mobile. Enthalten sind Möglichkeiten, Applikationen zu verkaufen sowie entsprechende Features, mit denen sich der User für Apps anmelden kann. Eine Demo des Web App Stores, des Web App Directorys und des Quellcodes kann man sich in den Mozilla Labs bereits zu Gemüte führen. Man stellt die Vorzüge der Open Web Apps wie folgt dar:

The system presented here provides for both free and paid applications. It presumes that there will be multiple stores from which users may install applications. Developers are free to list their applications on multiple stores and to enter independent relationships with each. Developers should be free to self-publish their application, or create their own curated application directory. Applications deployed using this system should work on desktop and mobile platforms, and should degrade gracefully when advanced browser capabilities are not present.

Das interessante an Mozillas Plänen für die Open Web Apps ist, dass sie auf allen modernen Browsern lauffähig sein sollen. Google hat laut Techcrunch mit seinem Chrome Web Store nach wie vor das Problem, dass Paid Apps dank DRM ausschließlich im hauseigenen Browser der Suchmaschine funktionieren. Mozilla verspricht die Lösung, indem eine plattformübergreifende Infrastruktur präsentiert wird, die Apps über den Firefox hinaus trägt. “Offen” ist das Losungswort.

Konkrete Pläne für einen hauseigenen Stores von Mozilla gibt es laut den FAQs derzeit noch nicht. Ganz im Sinne eines offenen Webs will man es Dritten überlassen, Stores oder Verzeichnisse von Open Web Apps zu entwickeln. Dies schließt die Option für Entwicklern mit ein, ihre Apps auf eigenen Seiten zu vertreiben.

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