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Mit Google Earth gegen das Schwarzbauen

admin
#googlemaps

Sommerzeit ist Badezeit, die gerne in einem Pool verbracht wird. Besitzer eines Gartens könnten auf die Idee kommen, dort einen Swimming Pool zu bauen. Aber Vorsicht, man sollte darauf achten, dass das Bauvorhaben korrekt genehmigt wird, denn die Behörden schauen unter Umständen via Google Earth oder Google Maps über das eigene Grundstück.

Angesichts klammer Kassen müssen staatliche Institutionen und Behörden Kreativität zeigen. Das hat selbst die griechische Regierung erkannt und damit begonnen, Pool-Besitzer per Google Maps und Google Earth aufzuspüren. In Griechenland müssen für Swimming Pools Steuern bezahlt werden. Offenbar halten sich nur wenige Besitzer daran, ihren Obolus korrekt zu entrichten. Daher haben Griechenlands Finanzbeamte nun zu dieser ungewohnten Methode gegriffen, wie Fortune berichtet. Die Aktion war ein Erfolg: Es wurden insgesamt 17.000 Pools entdeckt, obwohl nur 324 registriert gewesen sind.

Vorsicht! Das Bauamt schaut vielleicht zu! (Bild: TechCrunch)
Vorsicht! Das Bauamt schaut vielleicht zu! (Bild: TechCrunch)

Doch nicht nur die Griechen haben Googles Kartendienst als Kontrollinstrument erkannt. Die Stadtverwaltung von Riverhead auf Long Island hat ebenfalls damit begonnen, über Google Earth nach “schwarzen” Pools zu suchen. Dabei wurde die Behörde fündig und konnte 250 Schwimmbecken finden, für die keine Baugenehmigung vorlag. Insgesamt nahm die Stadt so 75.000 Dollar zusätzlich ein, berichtet Vos Iz Neias.

Die Tendenz, dass staatliche Einrichtungen über Googles Kartendienst die Bürger zunehmend kontrollieren könnten, löste einige Besorgnis bei TechCrunch aus, das Google um ein Statement in dieser Angelegenheit gebeten hat. Auch Facebook wurde bereits von Behörden dafür genutzt, um Strafzettel zu verteilen, wie das Beispiel einer Facebook-Seite der Verkehrspolizei von Delhi gezeigt hat.

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