Magazin für digitale Arbeit & Kultur
Design

Kind dokumentiert auf Facebook seinen Kampf gegen den Krebs

admin
#Facebook-Trend

Als die elfjährige Jessica Joy Rees vergangenes Jahr unheilbar an einem Gehirntumor erkrankte, erstellte sie ein Facebook-Profil, um von den Schmerzen der Chemotherapie und ihren Todesängsten zu berichten. Über 100.000 Menschen verfolgten ihr Schicksal auf der Social-Media-Plattform. Mit der Bekanntheit kamen auch Prominente, die sich mit ihr fotografieren ließen. So finden sich auf ihrer Facebook-Seite Fotos, die sie mit Eva Longoria zeigen und sogar George Bush schrieb der kleinen Jessica einen Brief. Nachdem sie vergangenen Donnerstag verstarb, meldete sich Jessicas Vater bei der Facebook-Gemeinde und kündigte an, dass er Kommentare der Facebook-Pinnwand in die Trauerzeremonie aufnehmen werde.

Kurz vor Weihnachten erlangte ein anderer Teenager mit seiner unheilbaren Erkrankung ebenfalls eine traurige Internet-Berühmtheit. Benjamin Breedlove postete zwei YouTube-Videos, in denen er von seinem angeborenen Herzleiden berichtete – er verstarb kurz nachdem er den zweiten YouTube-Clip veröffentlicht hatte. Danach wurde dieses Video insgesamt über 10 Millionen Mal angeklickt.

Immer mehr jüngere Menschen wählen soziale Plattformen, um anhand von Videos, Fotos und Kommentaren einer breiten, anonymen Öffentlichkeit von ihren Leidensgeschichten zu berichten. Offenbar ziehen gerade diese Geschichten besonders viele User von Social-Media-Plattformen an. Könnten womöglich in Zukunft persönliche Schicksale auf Facebook und Co. die Reality-Formate der großen Fernsehsender ablösen? Ein steht fest: Für viele Beobachter erscheinen sie authentischer und damit glaubwürdiger.

Via Spiegel.de

Über den Autor
Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>