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Henkel zur Pril-Design-Aktion: "Den viralen Effekt beobachten wir mit großem Interesse"

admin
#hähnchen #interview #pril

Vor ein paar Tagen hatten wir @peterbreuer zu seiner Aktion “Schmeckt lecker nach Hähnchen” interviewt. Natürlich lassen wir auch die “Gegenseite” zu Wort kommen – immerhin hat man sich bei Henkel freiwillig der Gemeinschaft gestellt und damit ordentlich Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Wir sprachen also mit Eckhard von Eysmondt, dem Marketingleiter für die Wasch- und Reinigungsmittel von Henkel in Deutschland,

über unerwartete Resonanz, Peters Chance auf einen Sonderdruck und das, was Pril besonders gut kann – nämlich Hähnchen-Fett lösen.

Schmeckt lecker nach Hähnchen!
Die Nummer Eins im Beliebtheitswettbewerb. Mmmm … Hähnchen!

CREATE OR DIE: Social Media als Crowdsourcing – eine Idee, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Welchen Einfluss wird Social Media in Zukunft auf Produktentwicklung haben?
Eckhard von Eysmondt: Der Design Contest für Pril auf www.pril.de/meinpril sowie einem extra für die Aktion eingerichteten Facebook-Profil ist für uns im Bereich der Wasch- und Reinigungsmittel der erste große Ansatz für Crowdsourcing. Bis Ende April können Verbraucher noch weitere Designs hochladen. Von Anfang Mai bis zum 15. Mai folgt dann eine exklusive Votingphase, bevor aus den Designs mit den meisten Stimmen schließlich von einer Jury die beiden Gewinner-Designs ausgewählt werden. Wir sind gespannt auf das Ergebnis. Anschließend werden wir Ihre Frage, welche Zukunft Social Media für die
Produktentwicklung hat, sicherlich besser beantworten können.

CREATE OR DIE: Haben Sie sich im Vorfeld über andere derartige Aktionen erkundigt? Die Otto-Aktion dürfte ja noch jedem im Gedächtnis sein …
von Eysmondt: Selbstverständlich haben wir uns vorher ähnliche Aktionen genauer angeschaut. Über die schon nach weniger als zwei Wochen sehr hohe Resonanz und mehr als 37.000 eingestellten Designs sind wir dennoch sehr positiv überrascht. Da die Pril Design-Edition in einer sehr hohen Auflage produziert und im Einzelhandel vertrieben werden soll, stellt die Jury sicher, dass die zwei Varianten auch zur Marke passen, für die Verbraucher attraktiv sind.

CREATE OR DIE: Haben Sie mit einer Aktion, wie sie von Peter kam, gerechnet? Waren Sie darauf vorbereitet, dass jemand aus dem Stehgreif so viele Fans mobilisieren kann?
von Eysmondt: Passend zum Namen “Mein Pril – Mein Stil” kann jeder nach seinem eigenen Geschmack designen. Dass dabei jemand auf den “Hähnchengeschmack” kommt, war sicherlich für viele überraschend, so auch für uns. Den viralen Effekt, der auch durch die Berichterstattung von Medien und der Nutzung unterschiedlicher Internetplatformen geschürt wird, beobachten wir mit großem Interesse.

CREATE OR DIE: Wie finden Sie das Bild? Ist es eine witzige Idee oder haben Sie “ein Problem” damit?
von Eysmondt: Grundsätzlich begrüßen wir natürlich auch humorvolle Designs. Allerdings ist es uns wichtig, dass die Design-Varianten später attraktiv für die Vebraucher und für den großflächigen Verkauf geeignet sind. Eine Variante mit dem Hinweis auf “Hähnchen-Geschmack” hat nicht die besten Voraussetzungen, später zum Sortiment eines Spülmittels zu gehören. Fest steht jedoch, dass auch die neuen Pril-Varianten – egal, in welchem Design – Hähnchen-Fett bestens lösen werden.

CREATE OR DIE: Bietet der dadurch entstandene virale Effekt Vorteile? Oder stehen Sie dem eher kritisch gegenüber?
von Eysmondt: Wir freuen uns über die große Vielzahl an kreativen Designs und auch die Entwicklung der Votes.

CREATE OR DIE: Ist so eine Social-Media-Aktion noch einmal geplant? Und wenn ja: Was würden Sie in Zukunft anders machen?
von Eysmondt: Wie schon gesagt: Zurzeit ist es noch zu früh, um hier eine Antwort geben zu können. Wir sind gespannt auf das Ergebnis Mitte Mai und insbesondere auf die Resonanz im Handel ab Oktober.

CREATE OR DIE: Die wichtigste Frage natürlich zum Schluss: Hat Peter eine Chance auf einen Sonderdruck der Flasche?
von Eysmondt: Lassen Sie uns zunächst abwarten, wie sich der Contest weiter entwickelt.

CREATE OR DIE: Herr Eysmondt, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Tom Wießeckel.

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