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Googles Social Search startet in Deutschland

admin
#social search

Google führt die unlängst in den Staaten gestartete Social Search nun auch für Deutschland ein. Künftig werden damit neben den bekannten Kriterien des Such-Algorithmus auch die persönlichen sozialen Kontakte des Users berücksichtigt, die er mit seinem Google Konto verknüpft hat. Dies stellt einen weiteren, wichtigen Schritt für Google dar, die Suchergebnisse auf den User maßzuschneidern und die relevantesten Ergebnisse individuell herauszufiltern. Im Google Produkt-Kompass verdeutlicht man die Funktionsweise und Vorteile der sozialen Suche anhand von Beispielen:

Wenn ihr beispielsweise nach Informationen über Fotografie sucht und euer Freund Marcin einen Blogpost darüber geschrieben hat, wird dieser Post höher in euren Suchergebnissen angezeigt und mit einem Foto von Marcin versehen […] Wenn ihr also nach Informationen übers Kochen sucht und euer Kollege Adam ein Rezept veröffentlicht hat, zeigen wir möglicherweise den Link dazu versehen mit einem Foto von Adam in euren Suchergebnissen. So wisst ihr das nächste Mal, wenn ihr Adam auf dem Flur begegnet, dass er die richtige Person für weitere Kochtipps ist.

Die soziale Suche feierte ihr Debüt bereits vor rund zwei Jahren in den USA. Dort testete die Suchmaschine das Feature zunächst in den Google Labs, um es dann Anfang 2010 zum festen Bestandteil der Suche auf Google.com zu machen. Nun – inzwischen sind rund eineinhalb Jahre vergangen – kommen wir auch hierzulande in den Genuss der individuellen Suche, die alle Verbindungen des Users in sozialen netzwerken berücksichtigt: Flickr, Twitter und Facebook, als auch Google Services, wie YouTube, Picasa und den neuen +1 Button, den das Unternehmen aus Mountain View Ende April vorgestellt hat.

Die soziale Suche von Google

Um in den Genuss der sozialen Suche zu kommen, muss man allerdings mit seinem Google Konto angemeldet sein und die entsprechenden Netzwerke mit seinem Account verbunden haben. Man darf dahingehend beruhigt sein, dass eventuelle Spammer unter den Twitter Followern nicht die Suche verwässern: Der Suchalgorithmus selektiert die interessanten Accounts und bezieht nur relevante Tweets, Posts und Updates in die Suche mit ein. “Das können Links von euren Google Kontakten sein, Blogposts von Leuten, bei denen ihr in Google Reader oder Buzz mitlest, oder Netzwerke, die ihr auf eurem Google Profil verlinkt habt.” Treffer, die aufgrund der Social Search zustandegekommen sind, erkennt der Suchende daran, dass ein Avatar unter dem Ergebnis angezeigt wird. Auch eine gewisse Transparenz soll aufrechterhalten werden: Die Profile aller berücksichtigten Freunde und Follower können im Google Dashboard eingesehen werden.

Prinzipiell tut sich bezüglich der Qualität der Suchergebnisse damit einiges in Mountain View. Zuletzt machte man Anfang April das Panda Update in Deutschland verfügbar, mit dem man sogenannte Content Farmen das Leben in der Suche schwer machen wollte. Die Social Search unterstreicht das Bestreben Googles, dem User in letzter Konsequenz relevante Ergebnisse liefern zu wollen: Die Berücksichtigung von sozialen Verbindungen könnte für den Suchenden die Qualität im Netz merklich erhöhen. Bleibt bloß abzuwarten, bis kritische Stimmen aus dem Lager der Datenschützer laut werden, die Google einmal mehr das Sammeln von persönlichen Daten unterstellen.

Korrektur:

Auf Facebook wurden wir darauf hingewiesen, dass Google das Panda Update nur bedingt weltweit bereitgestellt hat: Es gilt nur für englischsprachige Suchergebnisse. Ein ausführlicher Artikel dazu findet sich zum Beispiel bei MySEOSolution.

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