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Googles Authorship, Social Media und das liebe SEO

admin
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Groß wurde Googles Authorship Markup angekündigt. Nach der Veröffentlichung in Deutschland letzten Monat ging die Implementierung seitens der Webseiten-Betreiber nur schleppend voran.

Zuvor wurde noch eifrig global gemeckert, Googles Search plus Your World und die Verknüpfung mit dem Authorship Markup wäre ein schwarzer Tag für das Internet. Dabei war diese Verknüpfung der nächste logische Schritt, der allerdings zunächst relativ pessimistisch aufgenommen wurde.

Webmaster waren verunsichert, was ihnen diese Anpassung überhaupt bringen sollte. User waren beunruhigt und sahen die Veränderungen der Google Suche als deutliches Anzeichen für einen Relevanzverlust bei den Suchergebnissen.

Mittlerweile wird nach ausgeführter Google-Suche klar: Es wurde nachgebessert. Zumindest werden einem auf den ersten SERPs ein paar Autoren-Bilder und der Link zu dem entsprechendem Google+ Profil angezeigt. Von einer webübergreifenden Implementierung ist man noch weit entfernt, aber zumindest aus SEO-Sicht ist man von der Nützlichkeit des Einbaus überzeugt.

Tom Anthony von SEOmoz legte erst kürzlich dar, wie Google, durch die Integration sozialer Signale und des Authorship Markups, den Qualitätsfaktor Trust wieder stärker in das Ranking einbringt. SEOmoz bezeichnet das als AuthoredPageRank.

Wie Marcus Tober von Searchmetrics mit einer Studie belegt, weisen aktuell etwa 17 Prozent der Anfragen innerhalb der ersten 100 Suchergebnisse mindestens eine Instanz des Google Authorship Markup und den damit eingeführten rel=author Tag auf. Das sind optimistisch gesehen fast ein Viertel, was – betrachtet man die Zeitspanne von der Ankündigung und der Einführung bis heute – doch relativ ordentlich ist.

Besonders der Zusammenhang zwischen dem Artikel eines Autors und den entsprechenden Interaktionsparametern wie beispielsweise Shares, Likes, PlusOnes, Pins oder Retweets ist interessant. Zudem können Indikatoren, die zur Auswertung von User Experience einer Seite und der eigenen Sociability herangezogen werden können – beispielsweise Bounce Rate, Time on Site oder View Length – in Verbindung mit den Autoren-Daten ebenfalls wichtige Erkenntnisse liefern. Zum Beispiel:

  • Welche Inhalte lösen die größte Interaktionsrate auf?
  • Welche Art von Content sammelt die meisten Likes oder Shares?
  • Wer sind meine Top-Contributoren?

Aus der Brille des Suchmaschinen-Marketers ist eines klar: Die Strategien zum Linkbuilding müssen wieder einmal angepasst werden. Zu groß ist die Gefahr auf den letzten Plätzen der SERPs zu landen, nur weil man überholte und mittlerweile von Google als negativ bewertete Praktiken verfolgt.

Seit kurzem brauche ich also unbedingt ein Google+ Profil, das Authorship Markup, um mich selbst mit meinen Inhalten zu verbinden und selbstverständlich (Back-)Links von anderen themenrelevanten Autoren. Denn mit solchen Empfehlungen erhöhe ich meine eigene Glaubwürdigkeit beziehungsweise auch die meiner Seite. Ich baue mir also eine zum Teil seitenunabhängige Reputation auf und habe damit die Möglichkeit, schneller und besser gefunden zu werden.

Und was bedeutet das für Webseiten-Betreiber? Man sollte zeitnah das Authorship Markup integrieren und eifrig das eigene Google+ Profil mit den selbsterstellten Artikeln verlinken. Und natürlich nicht vergessen sich auch auf Google+ ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen und dies täglich für die Verbreitung eigener Inhalte zu nutzen. Dadurch profitiere ich sozusagen noch als Early Bird von den verbesserten Möglichkeiten, mich selbst zu promoten.

Menschen, die sich aus Bequemlichkeit in Vergangenheit eher dem Link- oder Fankauf zugewandt haben, seien gewarnt: Black Hat Praktiken und unnatürliches Linkbuilding werden weiter erschwert und abgestraft, um Google-Benutzern relevante und auf Basis ihres eigenen Netzwerkes personalisierte Ergebnisse auszugeben.

Von Black Hat Praktiken und Methoden, die zu unnatürlichem Linkwachstum führen, sollte folglich Abstand genommen werden, sonst ist das Gezeter bald groß. Denn unreflektierte Aussagen wie “Google killed my business” zeugen nur von absolutem Unverständnis der von Google bereitgestellten Webmaster-Hilfe.

Noch ist ungewiss, wo genau die Reise hingeht – auch bei etablierten SEO-Profis wie SearchEngineWatch ist man unsicher, welchen Einfluss das Authorsphip Markup in Zukunft auf die Rankings nehmen wird. In der aktuellen Ausgabe von Website Boosting werden die Google Spamfighters Uli Lutz und Dominik Rosenberger zum derzeitigen Geschehen befragt (z.T. nachzulesen auf seo-united.de). Es gilt also, sich mal wieder ein wenig mit SEO auseinander zu setzen und Anpassungen auf der eigenen Seite vorzunehmen. Nutzt daher die Gunst der Stunde, denn möglicherweise seit Ihr schneller als Eure Wettbewerber. :)

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