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Medienrecht

Diese Argumente sollen GEMA-Mitglieder auf Kurs bringen

admin
#GEMA

Für den morgigen Freitag, den 6. September sind in verschiedenen Städten Protestaktionen gegen die neuen GEMA-Tarife geplant. Die Verwertungsgesellschaft hat sich bereits auf eine massive Protestwelle vorbereitet und in einem Newsletter an ihre Mitglieder dazu aufgefordert, sich an der Diskussion auf Online-Plattformen argumentativ zu beteiligen.

Eigens dafür hat die GEMA eine Liste mit Pro-Argumenten für die Tariferhöhung zusammengestellt. Die vorgefertigten und vermeintlich schlagfertigen Argumente sollen vor allem auf Social-Media-Portalen zum Einsatz kommen. In der langen Liste der Pro-GEMA-Argumente finden sich unter anderem Aussagen wie:

Clubs und Diskotheken haben eine starke Lobby (v.a. in Berlin). Die Öffentlichkeit, Medien und auch die Politik nutzen die zum Teil falschen und extremen Rechenbeispiele der Gegenseite (so DEHOGA, Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. ), ohne diese zu hinterfragen.

 

Durch die Medien wird der Eindruck vermittelt, es ginge bei der Reform nur um Clubs – tatsächlich betreffen die neuen Tarife ca. 1,5 Mio Veranstaltungen im Jahr (aber nur 3.000 Dancefloors).

 

Unabhängig davon, wie die Proteste ausgehen werden, zeigt das Vorgehen der GEMA deutlich, dass gerade das Internet als Plattform für kritische Diskussionen und Proteste auch von großen Unternehmen ernst genommen und im Krisenmanagement bedacht wird. Gegen die Proteste auf der Straße kann die GEMA jedoch nach wie vor nichts tun.

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