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Die sechs Gesichter der digitalen Welt

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#digitale welt

Es ist eine Sache, über einen privaten Internetanschluss zu verfügen, um gelegentlich im Netz zu surfen und eine andere, Teil der digitalen Gesellschaft zu sein. Dies impliziert eine Studie von TNS Infratest, die einen Statusbericht der Deutschen auf dem Weg in die digitale Welt nachzeichnen will. Demnach seien rund zwei Drittel der Gesamtbevölkerung immer noch nicht in der digitalen Alltagswelt angekommen. Ein Umstand, über den sich Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, besorgt zeigt:

Die Studie zeigt, dass unsere Aktivitäten zur Erhöhung der Internetkompetenz in der Gesellschaft greifen, aber noch viel Arbeit vor uns liegt. Der Prozess hin zu einer digitalen Gesellschaft ist noch lange nicht abgeschlossen. Wir müssen vor allem den “Digitalen Außenseitern” und den “Gelegenheitsnutzern” Ermutigung, Begleitung und Anleitung geben, damit sie das Medium Internet optimal für sich nutzen können. Dies haben wir auch als festen Bestandteil in der IKT-Strategie der Bundesregierung “Deutschland Digital 2015″ verankert.

Vergangenes Jahr führte man die Studie Die digitale Gesellschaft erstmals durch und mit dem aktuellen PDF liegt somit ein Update vor. Dies beinhaltet auch eine Aktualisierung der Bestandsaufnahme von sechs Nutzertypen, die man als Bewohner der digitalen Welt ausmacht. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

  • Digitale Außenseiter: Mit aktuell 28 Prozent Anteil an der digitalen Welt ist der digitale Außenseiter eine der beiden größten und mit einem Durchschnitt von knapp 65 Jahren zugleich die älteste Nutzergruppe in der digitalen Welt. Er zeichnet sich aus durch mangelnde “Kompetenzen und Wissensstand um die digitale Welt”. Seit 2009 schrumpfte diese Gruppe um sieben Prozent.

Die digitale Gesellschaft: Digitale Außenseiter

  • Gelegenheitsnutzer: Genau wie die digitalen Außenseiter sind die Gelegenheitsnutzer mit 28 Prozent die größte Gruppe der digitalen Welt. Ihr Anteil sank im Vergleich zum Vorjahr allerdings um lediglich zwei Prozent. Gelegenheitsnutzer zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar über einen privaten Netzzugang verfügen, von den Möglichkeiten des Web aber nur spärlich Gebrauch machen.

Die digitale Gesellschaft: Gelegenheitsnutzer

  • Berufsnutzer: Sieben Prozent der Deutschen zählen zu den Berufsnutzern und verfügen damit über eine Netzkompetenz, die die der vorangegangenen Gruppen deutlich übertrifft. Allerdings sank der Anteil der Berufsnutzer von neun Prozent 2009 um zwei Punkte.

Die digitale Gesellschaft: Berufsnutzer

  • Trendnutzer: Seit 2009 konnten die Trendnutzer massiv zulegen: Waren es damals noch elf Prozent, so sind es 2010 satte 20. Sie zeichnen sich urch überdurchschnittliche Netzkompetenz aus und machen selbst vor neuen Trends, wie beispielsweise Mobile Web, nicht halt. “Insgesamt gehen die Trendnutzer spielerisch und ohne große Verlustängste an die digitalen Themen heran.”

Die digitale Gesellschaft: Trendnutzer

  • Digitale Profis: Mit zwölf Prozent stagniert die Gruppe der digitalen Profis. Sie nutzen das Netz sowohl beruflich als auch privat. “Die Zeit vor dem Computer verbringen sie eher rational als mit Unterhaltung.”

Die digitale Gesellschaft: Digitale Profis

  • Digitale Avantgarde: Die Speerspitze der digitalen Welt legte um zwei Punkte zu und macht damit etwa fünf Prozent der digitalen Welt aus. “Mit ihrer hohen Kompetenz in der digitalen Technik bildet diese Nutzergruppe die Spitze der Gesellschaft. Angeeignet haben sie sich diese auch durch die beinahe zehn Stunden, die sie im Durchschnitt täglich vor dem Computer verbringen.”

Die digitale Gesellschaft: Digitale Avantgarde

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