In China fälscht man iPhones... und ganze Apple Stores

In China fälscht man iPhones... und ganze Apple Stores

Christoph Ebert

China ist berühmt-berüchtigt für seine Produkt-Piraterie. Nichts ist vor chinesischen Fälschern sicher - auch Apple-Produkte nicht. Doch die Chinesen können nicht nur gefälschte iPhones verkaufen - sie können sogar ganze Apple Stores fälschen.

Wie uns die in der chinesischen Stadt Kunming lebende Betreiberin des Blogs BirdAbroad auf ihrer Seite mitteilt, gibt es in der Hauptstadt der Provinz Yunnan gleich drei (!) gefälschte Apple Stores für die rund sieben Millionen Einwohner.

Dabei handelt es sich den Fotos nach zu urteilen um eine nahezu perfekte Kopie, die das Design der Apple Stores fast 1:1 übernommen hat. Die Mitarbeiter tragen die bekannten blauen Apple-T-Shirts. 

Schlendert man in den Store erkennt man die Apple-ztypischen Holztische auf denen vermeintlich echte iPads, IPhones und Macs stehen, und zwar in der von Apple bekannten Anordnung und in den von Apple patentierten Produkthalterungen. Auch die offiziellen Pressebilder und Plakate von Apple haben die Store-Inhaber gefälscht. Sogar die charakteristische Wendeltreppe mit Sitzbereich im ersten Stock besitzt der Store - allerdings in schlechter Verarbeitungsqualität. Auch die schlecht gestrichenen Wände ließen vermuten, dass hier nicht mit der sonst üblichen strengen Kontrolle seitens Apple gerechnet wird.

Darüber hinaus hängt Apple kein Schild mit "Apple Store"-Schriftzug vor seine Läden (sondern nur das leuchtende Apfelsymbol) - ganz davon abgesehen, dass eklatante Rechtschreibfehler wie im letzten Bild unten ("Apple Stoer") natürlich nie vorkommen würden. Die Chinesen halten es da anders und hoffen so selbst letzte Skeptiker von der Echtheit der Einrichtung zu überzeugen. 

Ein Blick auf das Apple Store Verzeichnis auf Apples Webseite stellt klar: Nur in Peking und Shanghai gibt es eine Handvoll kürzlich eröffneter Apple Stores.

Erstaunlich auch, wen die Angestellten für ihren Arbeitgeber halten. Auf Nachfrage von BirdAbroad sind alle felsenfest der Meinung, dass sie tatsächlich bei Apple beschäftigt sind.

Via BirdAbroad Blog

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