Hat das Galaxy Tab das Zeug zum iPad-Killer?

Hat das Galaxy Tab das Zeug zum iPad-Killer?

Lukasz Konieczny

Der frische und etwas gehypte Markt der Tablets neuer Generation liegt fest in Apples Hand. Am iPad muss sich das Heer der kommenden Android-Tablets erst messen. Heißester Kandidat: das Samsung Galaxy Tab. In der kommenden Woche startet der Verkauf des Galaxy Tabs in den Vereinigten Staaten, ganz im Bann des iPad stehen. Walter S. Mossberg von All Things Digital erkennt in Samsungs Tablet den "ersten echten Rivalen des iPad".

Das Galaxy Tab hat einen großen äußerlichen Unterschied aufzuweisen: Der Bildschirm ist wesentlich kleiner. Die knapp drei Zoll mögen nicht so groß erscheinen, es sollte aber bedacht werden, dass immer nur die Länge der Diagonale als Größeneinheit angegeben wird. Die reale Fläche des Samsung-Displays ist in diesem Fall nur halb so groß wie beim iPad, lehrt uns der Satz des Pythagoras. Auf der anderen Seite ist das Gerät damit aber viel leichter, kleiner und wesentlich "mobiler" einsetzbar als Apples Tablet.

Das Galaxy Tab bietet drei Features, die Mossberg beim iPad schmerzlich vermisst: zwei Kameras fürs Fotografieren und zum Videochat, Flash-Support und echtes Multitasking. Dennoch würde Mossberg das iPad vorziehen. Zum einen, da für faktisch das gleiche Geld, die doppelte Bildschirmfläche geboten wird und zum anderen, weil eine Vielzahl an iPad-Apps (etwa 40.000) nur einer Handvoll spezieller Apps für das Samsung Galaxy Tab gegenüberstehen. 


Auch Gizmodo sieht das Galaxy Tab als das erste Post-iPad-Tablet, das eine Rolle auf dem Markt spielen könnte. In dem kleinen Display erkannt sogar Vorteile gegenüber dem iPad. Während die wenigsten iPhone-Apps ohne Anpassung auf dem iPad Sinn ergeben, würden viele Android Apps noch gut aussehen auf dem 7-Zoll-Display. Das Display wusste die Tester von Gizmodo zu überzeugen, das Lesen von E-Books sei sogar angenehmer als auf dem iPad.

Die Kehrseite der Medaille: Der Unterschied zu einem herkömmlichen Smartphone fällt ebenso nicht mehr so groß aus, das Browsen wie auch Lesen von Magazinen gestaltet sich daher dementsprechend unbequem. Recht vernichtend sagt Gizmodo daher über das Galaxy Tab, dass es die schlechten Seiten eines Smartphones mit den schlechten eines Tablets zusammenbringen würde. 

Die New York Times unterstreicht ebenso die Vorteile der Mobilität aufgrund des kleineren Screens. Das Gerät sei immerhin klein genug, um eine Sakko-Tasche zu passen. E-Books ließen sich dennoch gut lesen, da es in Größe vergleichbar mit dem Kindle sei. Als ärgerlich wurde jedoch die Tatsache empfunden, dass das Gerät scheinbar immer nur die mobilen Varianten einer Webseite abspielt, wie zum Beispiel von Amazon. Im Gegensatz zu Gizmodo, hat die New York Times nicht den Eindruck, dass das Groß der Android-Apps ordentlich laufen, würde auf dem Galaxy Tab. Dennoch sei das Gerät eine Alternative zum iPad, so die New York Times. Lediglich der hohe Kaufpreis sei eine Schande.   

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